UNIXwork

Apple gibt zu, dass der Mac Pro für die Tonne ist

6. April 2017

2013 stellte Apple den kontrovers diskutierten neuen Mac Pro vor. Statt einer klassischen Workstation war dieser deutlich kleiner, hatte nur einen CPU-Sockel, keine wechselbaren Grafikkarten und keine Slots für herkömmliches Storage. Für Erweiterungen waren nur mehrere Thunderbolt-Ports vorgesehen. Dieses radikal neue Konzept löste bei einigen wenigen vielleicht Begeisterung aus, die Mehrheit war dem eher abgeneigt. Nicht nur war die CPU- und GPU-Power stark begrenzt, wer PCIe- oder Storage-Erweiterungen braucht, muss dies extern realisieren, was nicht nur deutlich teurer ist, sondern auch mehr Platz verbraucht und umständliche und hässliche Verkabelungen zur Folge hat.

Zusätzlich dazu hielt es Apple auch nicht für nötig, den Mac Pro zu updaten, obwohl Intel fleißig neue CPU-Generationen gebracht hat. Damit ist der Mac Pro mitlerweile völlig zum Witz geworden. Überteuert war er schon 2013 (im Vergleich mit anderen Workstations versteht sich), im Jahr 2017 hingegen ist es nur noch lächerlich, wenn man den alten Preis noch für veraltete Hardware zahlen muss.

Das hat nun auch Apple eingesehen. Zum einen haben sie geringfügig die Preise für das aktuelle Modell angepasst (natürlich immer noch lächerlich überteuert), zum anderen angekündigt, dass sie den Mac Pro komplett überdenken. Sie geben zu, dass das aktuelle Modell für viele Pro-User ungeeignet ist. In Zukunft soll der Mac Pro wieder ein modulares Design haben, so dass es auch für Apple deutlich einfacher ist, Upgrades zu liefern.

Interessant ist auch, dass laut Apple das Kühlungssystem, was das eigentlich Innovative am aktuellen Mac Pro sein sollte, nicht ordentlich funktioniert. Damit ist eigentlich auch der letzte Vorteil, den Fans der Apfel-Tonne immer betont haben, widerlegt.

Jetzt muss man natürlich warten, was Apple letztendlich entwickelt. Es besteht natürlich immer die Möglichkeit, dass sie eine noch schlechtere Idee haben.

Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: apple, mac, workstation, rant

Oracle, Solaris, Linux und warum alles Scheiße ist

19. December 2016

Es scheint jetzt offenbar doch sehr schlecht für die Zukunft von Solaris auszusehen. Vor ein paar Monaten hat Oracle noch einige neue Solaris-Features angekündigt. Ein Entwickler hat sogar Screenshots von Gnome 3 unter Solaris veröffentlicht. Offenbar hat Oracle sich aber kurzfristig komplett umentschieden und holzt jetzt einiges ab.

Ihr Cloud-Geschäft läuft ziemlich gut, und dort kommt auch Solaris zum Einsatz. Daher wird es wohl noch irgendwie erhalten bleiben. Aber wie genau wird sich erst zeigen müssen. Server mit Solaris hat offenbar keine Priorität mehr, es sollen stattdessen alle auf Cloud-Produkte umsteigen.

Linux ist mitlerweile das dominierende Betriebsystem im Unix-Segment. Es gibt viele Gründe dafür, warum dies so ist, technisch gesehen ist Solaris aber mehr als konkurrenzfähig. Features, die jetzt erst langsam zu Linux wandern gibt es schon seit mehr als 10 Jahren bei Solaris:

Es gibt auch sehr viele Kleinigkeiten, die mir unter Solaris besser gefallen.

Vor allem sind bei Solaris viele Dinge schöner integriert und arbeiten wunderbar zusammen, wärend Linux ein wenig mehr Gefrickel ist.

Das soll jetzt kein Linux-Bashing werden, aber es ist meiner Meinung nach nicht das völlig überlegene Betriebsystem. Wenn Solaris stirbt wäre das einfach ein Technologie-Verlust. Vor allem will ich mich nicht mit Problem rumschlagen, die schon vor Jahren gelöst wurden. Es gibt natürlich noch IllumOS, den OpenSolaris-Fork, das müsste ich mir mal genauer anschauen.

Düstere Zukunftsaussichten

Nicht nur um Solaris wäre es schade. Generell verschwinden die guten Produkte.

Von 2009 bis Ende 2013 war ich Apple-User. Mich hat damals sowohl OS X überzeugt als auch die Hardware. Heute überzeugt mich von Apple leider gar nichts mehr. Ich bin immer bereit für hohe Qualität mehr Geld zu bezahlen. Apple liefert aber nicht mal mehr ansatzweise etwas wie Qualität. Nach jeder Einführung eines neuen Mac häufen sich Berichte über Probleme damit. Wann kam eigentlich der letzte Mac raus, der keine Grafik-Probleme hatte? Und auf verlöteten RAM hab ich auch keine Lust. Ich hab wenig Hoffnung, dass zukünftige Desktop-Macs wieder besser werden.

Als Smartphone hatte ich schon immer Nexus-Geräte. Erst das Nexus One, dann ein Nexus 4. Ein neues Smartphone könnte ich langsam mal gebrauchen. Leider hat Google die Nexus-Reihe beerdigt, und das Pixel ist einfach lächerlich überteuert und überzeugt generell nicht.

Irgendwann brauch ich auch mal einen neuen Desktop-Computer. Ich bin ein bisschen ein Fan der HP Z-Workstations. Leider entwickelt sich HP immer mehr zur völligen Idioten-Firma. Ich bin auch sehr überzeugt von Fujitsu. Die halte ich eigentlich für den aktuell besten Hersteller. Dumm nur, dass es da Gerüchte gibt, dass sie ihre PC-Sparte verkaufen wollen.

Zu guter Letzt veraltet die von mir bevorzugte Linux-Distribution CentOS 7 leider immer mehr. Kurz nach Release ist die Software schon nicht top aktuell, für mich jedoch neu genug. Mit den Jahren wird das leider nicht besser. Da ein EL8 noch nicht in Sicht ist, muss ich mich möglicherweise nach einer neuen Distri umschauen.

Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: oracle, apple, google, solaris, linux, rant
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